Vor 30 Jahren fand die Primiere der Kanadiertour (damals noch unter anderem Namen 😊) in St. Goar auf dem Rhein statt. Seit dem gilt diese Kanutour als sanfter, krönender Abschluss der jährlichen Wassersport-Saison.

Unsere Jubiläumstour in diesem Jahr 2026 führte uns vom 18. bis 20. September nach Trendelburg an die Diemel. Als die Tour von unserem Wanderwart Marc im Frühjahr geplant wurde, dachte noch niemand an die Wasserstandsprobleme in diesem trocknen Sommer. So mussten wir uns damit abfinden, dass die Diemel mit unseren 4er Kanadiern nicht befahrbar war. Aber Marc hatte natürlich Plan B bzw. W und legte die Fahrstrecke um auf die benachbarte Weser.
An dieser Stelle schon ein herzliches Dankeschön an Marc und seine Helferinnen und Helfer für die Organisation dieser Tour, die, wie sich später herausstellte, in allem ein toller Erfolg war! Die Beteiligung war historisch hoch mit 16 Paddlerinnen und Paddlern in vier 4er Kanadiern.
Nach der Ankunft am Freitag in Trendelburg auf dem Campingplatz der Diemel-insel folgte dann die Einstimmung auf die Tour am nächsten Tag. Wir machten uns zum gemeinsamen Abendessen auf nach Beverungen und langten beim Griechen Santorini ordentlich zu. Dann kam der Knaller als wir bezahlen wollten: Alles war bereits bezahlt, von 2 Kameraden, die sich äußerst spendabel zeigten. Natürlich erschallte in der Gaststätte dann ein kräftiges 3faches Ahoi!!!

Am Samstag brachten wir dann die Boote zum vereinbarten Einsetzort, dem Fähranleger in Lippoldsberg an der Weser. Nun hat die Weser bekanntlich auf beiden Seiten des Ufers einen Fähranleger, und so geschah es dann auch, dass auf beiden Seiten der Weser sich eine Gruppe von uns einfand. Dumm gelaufen, denn die Fähre fuhr aufgrund des Niedrigwassers nicht. Aber auch das war kein Problem, da wir unsere eigenen „Fährboote“ hatten. Ab dann absolvierten wir frohen Mutes und bei bestem Wetter die 24 km auf der Weser. Da die Weser uns von sich aus schon mit ca. 5 km/h dem Ziel näher brachte, war immer mal Zeit „im Päckchen“ zu liegen und sich gegenseitig zu erheitern mit kessen Sprüchen oder leckerem Proviant. Eine ausgiebige Pause zur Stärkung und Erfrischung machten wir dann nach 13 km am Ufer von Bad Karlshafen. Als Pausenplatz sehr zu empfehlen. Bänke und Bank, Toilette und Eisdiele, alles in der Nähe. Zurück in Trendelburg machten wir uns abends zu Fuß auf zum gemeinsamen Abendessen im Landgasthof Textor. Die Qualität der Speisen war echt gut! Nach dem Abendessen trafen wir uns auf dem Campingplatz am Lagerfeuer und genossen das fröhliche Beisammensein. Da uns die Wetter App für Sonntag Regen verhieß, beschlossen wir eine frühe Heimfahrt für den Sonntag.
Noch der Hinweis: Niemand brauchte in diesem Jahr ein nasses Zelt einpacken – es war nämlich kein einziges aufgeschlagen. Die Komfort-Behausungen reichten vom Wohnmobil über Wohnwagen bis zu den mietbaren Apartments auf dem „Campingplatz“.
Resüme:
- Dank an Marc, der als unser neuer Wanderwart ein super Kanadier-Tour Debüt geliefert hat
- Die Weser hat uns als Wanderfluss mal wieder begeistert
- Die Diemel heben wir uns ganz sicher für später auf, für Zeiten mit besseren Wasserbedingungen


